Der Apollo und Breva-Wanderweg an der Mosel

Da ich auf meiner letzten Tour schon etliche Buchsbäume blühen gesehen habe, und mir das so gut gefiel, wollte ich unbedingt noch mal an der Mosel.

Etwas verspätet aber gut gelaunt ging es gegen 9 Uhr los. Nach rund 1 std war ich auch in Cochem, und fuhr gleich rüber auf die andere Seite. Habe mir über Google Maps einen kleinen Stellplatz, am Info Point , Ortsausgang Nach Valwig gefunden.

Da ich die Wegbeschaffenheit noch nicht kannte beschränkte ich mich erst mal auf dem Apollo-weg und den Breva-weg.

Nach einigen Schritten stieß ich auch schon auf ein erstes Wege Schild. Und schon konnte es voller Vorfreude los gehen.

Es ging zuerst Bergan und das alles auf Schmalsten Pfaden, heeeeeerrrlich 🙂 , ich wurde Treppen durch die einzelnen Weinbergs ebenen herauf und herunter geschickt, der Schweiß rann nur so dahin, kurz entschlossen wurde die Kleidung auf sommerliches Niveau reduziert. Keine Menschenseele hier unterwegs, die ersten traf ich bei Valwig

Gesäumt von den sehr vielen Sitzmöglichkeiten die einem geboten werden ging es weiter.

Bei der Strecke macht man wenige km braucht aber lange zeit um vorwärts  zu kommen. So habe ich mir auf der anderen Seite der Mosel Gebäude gemerkt, und nach einiger Zeit noch mal dort hin geschaut, und musste feststellen, Mensch du kommst ja gar nicht vom Fleck 😀 .

Der Wind pfiff Eiskalt von Hinten, so war ich froh nicht anders herum gegangen zu sein

Oberhalb von Valwig ist die K34 gesperrt, da wurde schwer gearbeitet, offenbar ist an einer stelle der Hang ins rutschen gekommen?

An einer Ecke, da wo der Brewa-weg beginnt, traf ich einige Leute, die mir erzählten, dass ich nach 1km wenn man halb oben ist, nichts mehr mit den Stöcken machen könne, sie grinsten mich an, und gingen in anderer Richtung weiter.

Ich aber ging hinauf und zwar mit Kullernden Augen, da ich bis dahin keine Ahnung hatte was mich noch erwarten würde.

Einige ältere Leute waren schon weiter oben, aber ich Bog halb rechts an einem Schild, dass vor die Gefährlichkeit des Weges warnt in dem schmalen Pfad ein.

Mir Boten sich nicht nur da allerhand Blühende Blumen, die ich mir genauer angesehen habe, und noch Glücklicher war als eh schon.

Ich versuchte aus zu machen wo der weg den entlang geht, konnte aber nichts finden, und war um so gespannter, was sich hinter der nächsten Kurve verbarg

Auch hier gab es einfachste Bänke, wo man quasi auf einer einfachen Holzlatte sitzt, teils auch mit Tisch, es erfüllte prima seinen zweck, und damit man auch weis wem der jeweilige Weinberg gehört, gab es auch dazu Schilder

So schlängelte sich der weg dahin,der auch teils richtig steil hoch ging , es war einfach nur schön und ich fühlte mich wie in den Alpen.

Ich kam nun an einer stelle wo es viele Buchsbäume gab, hier duftete es besonders gut, und alles war so herrlich grün gewesen, endlich mal Farbe und nicht immer dieses Einheits-grau.

Eines von vielen Holzschildern, zeigte einen Hang hinauf, wo drauf stand das es dort zum Eisernen Mast hin ging. Ich guckte mir das genauer an, ohne dort hinauf zu gehen, und erkannte den weg nach einigen Metern schon nicht mehr 😮 , offenbar muss man da richtig Klettern, nee da würde ich derzeit über meine Fähigkeiten hinaus gehen, also folgte ich dem meinem weg weiter.

In einer Warmen, windstillen ecke, machte ich Pause, der Salat musste ja weg, und die Salami Würste. Auf solchen Strecken gibt’s natürlich keine Mülleimer, da ich so schusselig bin, habe ich mir gleich ne ganze rolle in den Rucksack gepackt, und konnte davon immer eine Abreißen, und so meinen Müll entsorgen. Der Weg führte mich mal drunter mal über Lastenaufzüge, womit die Winzer ihre Trauben nach unten fahren können.

Kurz vor ende kam ein Schild mit Ausstieg Bruttig, der andere Weg führte hinauf. Ich rätselte, warum Ausstieg, ich wollte den Brewa-Weg noch weiter gehen, aber irgendwie ging das nicht mehr, also folgte ich den Weg hinab nach Bruttig. Es ging teils steil in Serpentinen runter, und ich wusste nun warum man hier nichts mehr mit den Stöcken machen konnte!

Unten angekommen, waren meine Wanderschuhe völlig verstaubt, und ich sah eher wie ein Bauarbeiter aus 😀

Ich kam an einer Kreuzung raus, und folgte dem Track geradeaus, es wäre weiter geradeaus gegangen, aber in einer der vielen Gassen, befüllte man eine große menge an Weinflaschen, dort ging ich natürlich hin, und schaute mir das an.

Ich unterhielt mich mit den Winzern etwas, und schlenderte weiter, an einer Bushaltestelle, guckte ich vorsichtshalber mal wann ich wieder zurück kommen würde. Der nächste Bus fuhr in 2 std.

Gut dachte ich mir, macht ja nix, so direkt an der Mosel kann mans doch prima aushalten, ein Restaurant an einem Freitag gegen 14uhr zu finden, dass offen hat und wo man was festes und flüssiges bekommt, ist nahezu unmöglich.

Ein Schild zeigte rund 4km bis Beilstein an, wo ich eigentlich noch hin Wandern wollte. Da ich für die wenigen km schon etliche Zeit gebraucht habe, habe ich den Plan verworfen, und streckte einen Daumen raus.

Nach 5 Minuten kam ein gelber wagen an gefahren, hielt an, und ich stieg ein, fragte vorher ob er Richtung Cochem fuhr, dass tat er auch, der nette Herr hatte einen Sächsischen Dialekt, und wir unterhielten uns über alles mögliche, er erzählte mir wo er genau arbeitet.

Offenbar wird dort an einem neuen Tunnel gebaut, durch den man sogar wandern könne, zumindest derzeit noch. Viel schneller als ich gucken konnte, befand ich mich auch schon wieder am Auto.

Fazit: Eine wunderbare Strecke, nur mit Pfaden, sehr abwechslungsreich, einfach optimal diese beiden Wege.
Einkehrmöglichkeiten gibt es genug in den Orten oder in Cochem.

Busverbindungen: Wenn man von Ellenz mit der Fähre rüber fährt, und dann bis Cochem Wandert ( mehr fahrende Busse) sucht sich hier die Verbindung heraus(pdf-Datei)

Wer von Cochem auf der anderen Seite, bis Beilstein Wandern möchte, der findet hier seinen Bus für zurück(pdf-Datei)

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12 Gedanken zu “Der Apollo und Breva-Wanderweg an der Mosel

  1. Danke, für den Hinweis Peter, trotz meiner negaiven erfahrungen, war sicher auch zu früh auf dem noch jungen Moselsteig unterwegs, will ich noch weitere Etappen dort gehen.

    Wenn man sich den Moselsteig als “Best of Mosel“ vorstellt, sollte das besser passen, da der Moselsteig ja meist über eh vorhandene Wege führt

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  2. (Fast) die gleichen Streckenabschnitte hat man in der Etappe 18 des Moselsteigs vereint. Und ich muss sagen: Die Tour macht echt Spaß, bietet Abwechslung und viele schöne Ausblicke auf das Moseltal.

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  3. Schön, Markus, wenn man genau hinschaut, sieht man das Hotel, wo ich nur ein paar Tage zuvor geschlafen habe. Herrliche Wandergegend, finde auch ich, wenn wir auch ein paar Regenschauer hatten auf dem Apolloweg.

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  4. Danke rainer, du bist bei solchen Touren und den Planungen einfach klasse 🙂
    ich denke wenn es mal wärmer ist werde ich dort mal Zelten oder ein Zimmer nehmen, und da gleich mehrere wege gehen, vor allem die die du hier beschrieben hast. Mir hat das dort so gut gefallen, auch wenn es stressig war. Man bekommt soooo viel zurück, von der Aussicht, der Mosel den Weinbergen…Die beiden wanderwege waren teils auch ausgesetzt. Da sind abschnitte ganz weg gebrochen, müßte dringend neu aufbereitet werden die beiden wege

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  5. Zwischen Ellenz und Poltersdorf ist es flach, von Ellenz nach Ernst aber nicht. In diesem Steilhang soll der Felsenweg sein. Dort wurde ja auch vom Eifelverein ein Rundweg unter Einbeziehung dieses Felsenweges empfohlen: http://alpregio.outdooractive.com/ar-eifelverein/de/alpregio.jsp#i=100698477&tab=TourTab Übrigens: Einen kurzen, ganz schmalen, teils ausgesetzten Weinbergspfad mit anschließendem steilen Aufstieg durch den Wald gibt es auch ab Poltersorf (moselaufwärts, „Rüberberger Domherrenberg“). Den kennt kaum jemand. Genau das richtige für einen schweißtreibenden Spaziergang am Spätnachmittag, wenn man sich sein Abendessen noch verdienen will.

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  6. Hallo Elke
    Genau einen vernünftigen Schreibstiel muss man erst mal finden 🙂 , nun hat es ja doch mal gut geklappt, dass mit dem Bilder-Video gefällt mir auch besser als die Bilder zwischen drin, stört nur beim Lesen 😀

    LG Markus

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  7. So, jetzt bin ich denn auch mal in der Lage etwas zu deiner neuen Art denien Bericht zu verfassen, zu schreiben. Ich finde es lohnt sich, dieser neue Stil und mit der Zeit gewöhnst du dich dran 🙂 Das Video gefällt mir besonders gut. Du hast dir Mühe gemacht 🙂
    LG Elke

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  8. Man kann ab Beilstein die „Briederner Schweiz“ anschließen. Hans-Eberhard Peters hat da für den Eifelverein eine tolle Strecke ins Netz gestellt. Alternativ kann man den „Moselkrampenweg“ auch als Rundwanderweg unter Einbeziehung der anderen Moselseite gehen (Felsenweg von Ernst nach Ellenz; kenne ich auch noch nicht).

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  9. Rainer da kann ich dir nur zustimmen. Man muss sich wenn man mit der Fähre rüber fahren will sicherheitshalber vorher erkundigen, am besten anrufen ob sie auch wirklich fährt! Sonst geht es anderen so wie mir, und sie kommen nicht rüber.

    Von beilstein nach Bruttig oder anders herum will ich auch noch gehen, da kann man ja ne Rund tour draus machen.

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  10. Na, welchen Wanderfreund das nicht lockt, diesen wunderbaren Weg zu gehen, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Versuche aber auch noch mal, die Streckenwanderung von Beilstein nach Cochem komplett zu machen. Der „Moselkrampenweg“ von Beilstein bis zum „Plaatskopf“ oberhalb Fankel steht dem BREVA-Weg in nichts nach. Die Kombination dieser Wege ist schon ein Highlight an der Mosel. Und den BREVA-Wein aus der ausgezeichneten Lage Valwiger Herrenberg sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Ein Teil des Erlöses fließt in die Erhaltung des Weges. In Bruttig findet man übrigens massig bauliche Zeugnisse der nie vollendeten rechten Mosel-Eisenbahnstrecke, z.B. etliche Brücken. Ein über 2 km langer Tunnelbau bis nach Treis wurde fertiggestellt und für andere Zwecke genutzt. Ich kann die Streckenwanderung Beilstein-Cochem nur jedem Moselfan wärmstens ans Herz legen.

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