Abenteuer auf der Traumschleife: Murscher Eselsche

Nachdem das Wetter nicht mehr ganz so beständig ist, nutzen wir den heutigen Tag zur einer ganz klasse Wanderung im Hunsrück. Von Brodenbach an der Mosel gelangt man rasch hinauf nach Morshausen, wo sich der Start befindet.

Murscher Eselsche: Mursche? Der Ortsname Morshausen auf Hunsrücker Platt. Eselsche? Benannt nach dem Felsen, dessen frühere Form an einen Esel erinnerte.

Die Wanderung startet am Dorfplatz. In der alten Dorfschule drückte bereits Jakob Kneip die Schulbank. Der Heimatdichter wurde 1881 in Morshausen geboren. Nördlich von Morshausen geht es mit weiten Ausblicken bis in die Eifel Richtung Baybachtal. Der Weg ins Tal führt über den historischen Zechenweg. Diesen benutzten die Morshausener Bürger bereits vor 150 Jahren um zu den Stollen der Erzgrube Theresia zu gelangen. Dort wurde von 1859-1886 Erz abgebaut.

Vorbei an den ehemaligen Abraumhalden geht es weiter ins Tal. Schon bald ist das Hotel Forellenzucht erreicht, dass zur Rast auf der Terrasse mit Kaffee und Kuchen einlädt. Danach führt uns der Weg entlang von Fischteichen bis zum Fluß des Grubenhanges, wo das historische Zeschenhaus steht. Für die nächsten zwei Kilometer ist der Baybach unser Begleiter. Wir passieren die schön renovierte Franzenmühle und biegen kurz danach links Richtung Perdskimbel ab. Hier hat der Baybach eine tiefere Stelle, an der man früher schwimmen lernte.

Jetzt geht es wieder hoch. Bald erreichen wir über einen Felskamm Haacks Köppsche. Der Naturfreund und Weltenbummler Georg Haack hatte in den 20er Jahren an dieser Stelle einen Naturschutzpark angelegt,mit dem er seine Verehrung für den Dichter Hermann Löns zum Ausdruck brachte. Weiter geht es über geschwungene Serpentinen hoch zum felsigen Aussichtspunkt, der der Traumschleife den Namen gab.

Nachdem wir den Aussichtspunkt genossen haben, verlassen wir diesen imposanten Felsen und gehen auf eine Abschlussrunde durch den Hinterwald. Auf einer Strecke von 500m sehen wir drei Aussichtspunkte, von denen je einer im Süden, Westen und Norden blickt. Am Ende dieser Runde grüßt ein Naturdenkmal, dass wirklich niemand übersehen kann: die Jakob-Kneip-Eiche. Der imposante Baum ist ca. 700 Jahre alt und hat einen Stammumpfang von mehr als 6 Metern. Die Madonna vor der Eiche wurde 1951 von Jakob Kneip gestiftet.

Zum Schluss gibt es noch eine kleine Runde durch den Ort. Es geht vorbei an den schön renovierten Fachwerkhäusern ,,Finke“ , Dinnes,Dommerscher´´ , dem Schwengelbrunnen. den man eher in der ungarischen Pußta vermutet hätte, der St.Lambertus-Kirche und dem alten Backhaus, dass auch das Jakob-Kneip-Museum beherbergt.

Zum Abschluss empfiehlt sich eine Einkehr im Gasthaus Schmitt. Der Familienbetrieb ist zertifizierter Wandergastgeber und feierte im Jahr 2011 sein 100 jähriges Bestehen. Direkt danebenbefindet sich das Haus Therese das zum Geburtshaus von Jakob Kneip.

Länge 10,5km
Gehzeit 3,45 Stunden ohne Pausen

Webseite des Wanderweges

Bilder dazu

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