Vom Hinterland in’s Ahrtal

Als Ergänzung meiner LETZTEN Wanderung um Dernau, bin ich gestern erneut in diese schöne Gegend gefahren, doch dieses mal ist mein Startpunkt in der Grafschaft.

Wir Starten von der Ortschaft Ringen, und finden genügend Parkplätze am Friedhof im Holunderweg.

Es geht durch einen alten Eisenbahn Tunnel oder mehr Unterführung, auf der anderen Seite sieht man folgendes

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Wir gehen hinter der Unterführung nach Links, und folgen dem Weg, dieser Umrundet die Grube Lantershofen, wo sich heute auch ein Verkehrsübungsplatz befindet.
Schon nach 700m haben wir einen schönen Blick auf Karweiler und dem schönen Ahrgebirge

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Bevor wir nach rechts eine Straße folgen, haben wir einen schönen Blick auf Lantershofen

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Mit den Feldern macht sich Lantershofen sogar noch besser

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Trotz einiger Asphalt Anteile, gefällt mir die Runde recht gut bisher 😉

Wir umrunden Lantershofen, kommen ab Obstbäumen vorbei, und sehen hinter jeder Biegung was neues 🙂

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Nachdem wir nun Lantershofen den Rücken kehren, kommen wir an einem recht neu Gebauten Rastplatz, als Hütte oder ähnliches kann man dieses Bauwerk eher nicht bezeichnen, ich frage mich noch immer was der jenige sich dabei gedacht hat?

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Mit Herrlichen weit blicken gehen wir nun Richtung Ahrtal, zur unseren Rechten verläuft ein recht Tiefes Tal, wir aber finden die Tatsache Interessanter, dass man das Siebengebirge sehen kann

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Wir kommen an einem Hochsitz? Ähnlichem Bauwerk??

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Was man nicht sieht, es hat kein Dach.
Wie dem auch sei, 100m weiter sehen wir das nächste Bauwerk.

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Nach 3,4 km sehen wir Beschilderungen des Rotweinwanderweges, diese folgen wir nun einige km, und ein schönes Hinweis Schild

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An der Weinbergskapelle St.Urban legen wir eine Rast ein.

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Leider war eine Scheibe in der Tür und die Tür verschlossen 😦

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Nachdem wir gut gesättigt sind, geht es weiter, und wir sehen einige Brückenpfeiler.

Die Brückenpfeiler im Adenbachtal sind Relikte einer nie fertig gestellten Bahnlinie. Die Anfänge reichen zurück bis in die Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Der deutsche Generalstab bezog im Jahre 1910 im sogenannten „Schlieffenplan“ bei einer eventuellen kriegerischen Auseinandersetzung mit Frankreich als militärisches Aufmarschgebiet die Eifel mit ein. Es wurde eine direkte Bahnverbindung vom Niederrhein und dem Ruhrgebiet unter Umgehung der Knotenpunkte Neuß/Düsseldorf und Köln zum Saargebiet und nach Lothringen geplant.
In Ahrweiler führt die Linie oberhalb der Ellig zur Adenbach und durch drei große Tunnels und über Viadukte in den Weinbergen von Dernau und Rech nach Mayschoß. Diese Bahn sollte bei Rech in die Ahrtalbahn einmünden. Der Höhenunterschied zwischen der neuen, von Liblar-Rheinbach-Ringen kommenden Bahn und dem Ahrtal beträgt bei Ahrweiler etwa 100 Meter. Zu überbrücken war noch die Schlucht über den Adenbach. Dazu musste das Tal auf einer Länge von 150 Metern überbrückt werden.
Im Herbst 1921 wurde der Grundstein für das riesige Bauwerk gelegt. Dazu mussten bis zu 10 Meter tiefe Fundamente in den Fels getrieben werden. Bis zum Frühjahr 1923 waren die Pfeiler mit den Bogenansätzen fertig gegossen und das Gerüst stand mit der Verschalung der Bogen bereit zum Ausgießen mit Beton. Die beiden großen Pfeiler sollten die drei Hauptbogen mit einer Spannweite von je 36 Metern und einer Scheitelhöhe von 40 Metern über die Talsohle tragen – ein Bogen zwischen den beiden Pfeilern und je einen Bogen zwischen den Pfeilern und dem Widerlagern am Berghang. Ihre Fundamente haben einen Querschnitt von 10 x 8,5 Meter. Auf ihnen ruhen die Betonpfeiler mit einem Querschnitt von 8 x 6,5 Meter. Etwa 15 Meter über der Talsohle zeigen sie einen im rechten Winkel zur Vertikalachse stehenden Absatz, wodurch sie die Hälfte ihres Querschnittes einbüßen. Von hier an beträgt der Querschnitt nur noch 4 x 6,5 Meter.
Die Bahn war als doppelspurige Bahn geplant. Es mussten somit auch die Träger der Brücke einer Doppelspur Rechnung tragen.
Die Interalliierte Rheinlandkommission verbot 1922 den Weiterbau und ließ erst nach schwierigen Verhandlungen eine einspurige Eisenbahnlinie zu. Die Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen und die Einstellung des gesamten Bahnverkehrs infolge passiven Widerstandes zwangen die Bauleitung zur Einstellung der Arbeiten. Im Jahre 1924 wurde das Baugerüst abgetragen und zurück blieben die nackten Säulenstümpfe.
Die Bahn Liblar-Ahrtal hatte keine wirtschaftliche Bedeutung mehr. Im Raum Ringen und oberhalb von Ahrweiler zeugen noch aufgeschüttete Bahndämme und eine Brücke über einen künstlichen Einschnitt in der Landschaft vom geplanten Verlauf der Strecke.

Brückenpfeiler LINK

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Wir gehen Gemütlich weiter, und Genießen die letzten Blicke für längere zeit, hinab ins Ahrtal, den nun liegt ein Wald abschnitt vor uns. Hier gehen wir teils durch Laub teils auch durch Nadelwaäd, meist auf breiten Forstwegen.
Wir kommen bei km 8,2 wieder aus dem Wald, und hier Tangieren wir das erste mal unsere Dernau Runde 😉

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Wir erkennen auch den Krausbergturm, und könnten hinab gehen zum Gutshof oder zum Winter, wo wir das letzte mal vorbei gingen bzw Eingekehrt sind.
heute gehen wir weiter, da für den Nachmittag Regenschauer vorhergesagt wurden. Es geht also erneut in den Wald, der Forstweg schlängelt sich ein Bisschen, und wir kommen oberhalb des Marientales raus, wir wenden uns mit der Straße nach rechts und folgen dieser etwa 250m, bis ein Weg an einem Fischweiher, rechts abzweigt.

Hier geht es 50m über dem Damm, um nach Links direkt am Weiher vorbei zu gehen, dieser Weg ist leider sehr vernachlässigt worden, und so ist er teils schwer zu erkennen.

Nach weiteren 200m Biegen wir scharf Rechts ab, und folgen dem Weg Bergauf, an einer Gabelung halten wir uns links, und klettern über einige quer liegende Bäume.

Nach etwa 1,3km erreichen wir hinter einer Schranke, wieder Befahrene Waldwege 😀 gehen nach Links, und nach etwa 250m rechts ab zu Biegen, dieser Waldweg bringt uns dann aus dem Wald. Bevor wir raus kommen, kommen wir an einem Rastplatz vorbei, dieser ist schon recht groß. Wir gehen aber weiter, um endlich wieder auf offeneres Gelände zu kommen.

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Es geht nun Kreuz&quer durch die Äcker und Wiesen, bis wir nach rund 16km zurück am Auto sind.

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Daten zur Tour

Länge 16km
Gehzeit 4-5 Stunden
Schwierigkeit Leicht

Anfahrt: PKW…Kreuz Meckenheim Richtung B257 Richtung Adenau, Ausfahrt Grafschaft-Gelsdorf-Altendorf, Rechts fahren Richtung Bad neuenahr (L83) die Durch Vettelhofen und Böllingen folgen.

Oder mit dem BUS der Linie 847 von Bad Neuenahr/Ahrweiler, wo man an die Ahrtalbahn Anschluss bekommt

Einkehren kann man im Cafe beim Rewe Supermarkt, oder in Bad Neuenahr.

TRACK zur Tour, da dass eine von mir erstellte Wanderung ist, wird dieser Benötigt, oder ein Ausdruck

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